Wassertransferdruck


 

Der Individualisierung des Fahrzeugs sind heute kaum noch Grenzen gesetzt: Auch einzelne Teile des Innenraums wie der Deckel des Handschuhfachs oder die Tachoeinfassung lassen sich nach eigenen Wünschen designen. Möglich wird dies durch den sogenannten Wassertransferdruck. Mithilfe dieses Verfahrens können auch kleine dreidimensionale Objekte mit dem Wunschdesign überzogen werden.

Wasserbad stellt gleichmäßigen Anpressdruck sicher

Dabei werden die zu beschichtenden Teile zunächst mit einer speziellen Grundierung behandelt. Das gewünschte Design befindet sich auf einem Trägermaterial, welches auf einer Wasseroberfläche ausgebreitet wird. Das Wasser hat einen besonderen Zweck: Der Träger löst sich auf, sodass nur noch die Farbschicht auf dem Wasser verbleibt. Diese Farbschicht wird aufgrund der geringeren Dichte von der Wasseroberfläche getragen - selbst ein besonders feinteiliges Dekor oder eine Carbon-Optik bleibt erhalten. Die zu behandelnden Bauteile werden in das Wasser getaucht, wodurch die Farbschicht auf dem vorbehandelten Gegenstand anhaftet. Dabei wird durch den Wasserdruck ein gleichmäßiges Anpressen erreicht.

Klarlack schützt Dekor vor schädlichen Umwelteinflüssen

Ist das Dekor aufgetragen, erfolgt eine Reinigung mit anschließender Trocknung. Zum Schutz der so behandelten Bauteile darf eine Schicht Klarlack am Ende nicht fehlen. Je nach Einsatzzweck können hier unterschiedliche Lacksorten gewählt werden. Der Wassertransferdruck ist aufgrund seiner Flexibilität bei Innenraumteilen sehr beliebt. Es können aber beispielsweise auch Leichtmetallfelgen mit diesem Verfahren veredelt werden. Aufgrund der Witterungseinflüsse ist dann eine Nachbehandlung mit einem besonders strapazierfähigen Lack notwendig. Immer wenn es darum geht, komplexe Muster auf Bauteile aufzubringen, die kleine glatte, ebene Oberfläche besitzen, ist dieses Verfahren das Mittel der Wahl - wir beraten Sie gerne und zeigen, was möglich ist.